Die Gedichte von Ali Abdollahi sind wie staunende Erkundungen in seine Lebenswelt. Alles, was er sieht, was ihn umgibt, was ihn berührt, kann zum Gegenstand seiner Lyrik werden. Dabei zieht er den Leser mit seinen außerordentlich präzisen sprachlichen Beschreibungen seiner individuellen Erfahrung in den Bann, die er andererseits mit fantasiereichen, eingängigen und originellen Bildern in allgemeingültige, immer wieder auch hochpolitische und philosophische Aussagen übersetzt.
Den deutschsprachigen Nachdichtern, Daniela Danz, Max Czollek, Jan Wagner und Kurt Scharf, ist es auf verblüffende Weise gelungen, diese Leseerfahrung ins Deutsche zu übertragen und dabei trotzdem immer auch den anderen kulturellen Hintergrund dieser Poesie durchscheinen zu lassen.
Ali Abdollahi geboren 1968 in Birjand, Iran, lebt heute als Dichter, Übersetzer und Literaturkritiker in Berlin. Seine Gedichte wurden in mehrere Sprachen übersetzt und erscheinen in Deutschland u. a. in Akzente und im Sujet Verlag. Daneben übersetzt er klassische Autoren von Schleiermacher bis Heine, hat aber auch die gegenwärtige deutschsprachige Dichtung ins Persische übertragen.
Die Bayerische Akademie der Schönen Künste vergab das Chamisso-Publikationsstipendium 2021 an den iranischen Schriftsteller Ali Abdollahi. Stifter des Preises ist die Friedrich-Baur-Stiftung. Zweck des Stipendiums ist die Veröffentlichung eines literarischen Werkes in deutscher Sprache von einem Autor oder einer Autorin aus einer nichtdeutschen Herkunftskultur und Sprache.
Aus dem Persischen übersetzt von Farhad Ahmadkhan, Susanne Baghestani und Kurt Scharf. Nachdichtungen von Max Czollek, Daniela Danz und Jan Wagner. Mit einem Nachwort von Michael Krüger. Deutsch-persische Ausgabe.
232 S., gebunden ohne Schutzumschlag
€ 20,00
Erhältlich in der Akademie und im Buchhandel
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ISBN 978-3907336106