Das Münchner Stadtmuseum ist das größte kommunale Museum Deutschlands mit zehn Sammlungen und einem Millionenbestand an Objekten. Es befindet sich momentan in einer Generalsanierung, die Neueröffnung ist für Mitte 2031 geplant.
Seit etwa zehn Jahren befasst sich das Museum intensiver mit seiner eigenen Geschichte und der Herkunft der Objekte in seinen Sammlungen. 2018 wurde für die Provenienzforschung eine Stelle am Haus eingerichtet. Ihre Aufgabe ist es, verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut zu identifizieren und an die rechtmäßigen Eigentümer und Eigentümerinnen zurückzugeben. Im Dialog mit den Familien werden faire und gerechte Lösungen entwickelt. Dabei ist es dem Museum ein zentrales Anliegen, die Perspektiven der Nachfahren zu erzählen und sichtbar zu machen. Der Vortrag bietet Einblicke in die Arbeit der Provenienzforschung am Münchner Stadtmuseum. Er zeigt, welche Aufgaben, Herausforderungen und Chancen dieses Arbeitsfeld am Museum mit sich bringt. Anhand konkreter Beispiele aus der Restitutionspraxis der letzten Jahre wird deutlich, wie vielfältig und komplex diese Arbeit in einem Mehrspartenhaus ist. R. P.
Dr. Regina Prinz hat Kunstgeschichte und Geschichte studiert und über ein architekturhistorisches Thema promoviert. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin am Architekturmuseum der TU München, an der TU Braunschweig und hat eigene Forschungsprojekte initiiert. Seit 2018 leitet sie die Provenienzforschung am Münchner Stadtmuseum.
Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass unser Platzangebot begrenzt ist. Daher werden eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung am Haupteingang der Residenz, Max-Joseph-Platz 3, Platzkarten vergeben.