Was bedeutet dieser Aufkleber auf der Rückseite eines Gemäldes? Und was sagt uns das Siegel? Und von welcher Sammlung berichtet uns das Etikett? Mit diesen Fragen beschäftigt sich u. a. die Provenienzforschung, um die Herkunftsgeschichte eines Kunstwerks zu klären.
Der Auktionshandel ist ein schnelles Geschäft. Von der Einlieferung bis zum Verkauf sind es meist nur wenige Wochen. Trotzdem sind genaue Recherchen das oberste Gebot. Diese übernimmt beim Kölner Auktionshaus VAN HAM ein Team von Experten unter der Leitung von Barbara Haubold. Spannende, historisch gesicherte und dokumentierte Provenienzen sorgen auf jeden Fall für eine Wertsteigerung des Kunstwerks und sind somit für Einlieferer und Käufer von großem Interesse.
Diese gründliche Provenienzrecherche betrifft auch die NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturgüter jüdischer Familien. Hier zeigen sich auch die Organisatoren von Kunstauktionen als verantwortungsvolle Partner für erfolgreiche Restitutionen. Obwohl es für Privatpersonen keine gesetzliche Rückgabeverpflichtung gibt, gelingt es immer wieder, faire und gerechte Lösungen für alle Beteiligten im Sinne der Washingtoner Prinzipien zu finden. B. H.
Die Kunsthistorikerin Barbara Haubold ist seit dem Auftrag, die Salzburger Sammlung von Cornelius Gurlitt zu inventarisieren, für die Provenienzrecherche im Kölner Auktionshaus VAN HAM verantwortlich. Darüber hinaus ist sie für verschiedene Sammlerfamilien rund um das Thema Provenienz tätig. Ihr Studium der Kunstgeschichte, Klassischen Archäologie und Volkskunde hat sie an den Universitäten in Regensburg, Wien und Münster absolviert.
Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass unser Platzangebot begrenzt ist. Daher werden eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung am Haupteingang der Residenz, Max-Joseph-Platz 3, Platzkarten vergeben.