Der Rainer-Malkowski-Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste geht im Jahr 2026 an die Schriftstellerin Dorothea Grünzweig. Das Malkowski-Stipendium wird dem Lyriker Christoph Wenzel zuerkannt.
Dorothea Grünzweig, geboren 1952 in der Nähe von Stuttgart, studierte Germanistik und Anglistik in Tübingen und Wales. 1989 zog sie nach Finnland, wo sie seither als freie Schriftstellerin und Lyrikübersetzerin lebt. Ihre Lesungen finden oftmals in engem Dialog mit Musikerinnen und Musikern statt. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Christian-Wagner-Lyrikpreis (2004) und den Kurt Sigel-Lyrikpreis des deutschen PEN (2018). »Ein lyrisches Werk von unverwechselbarer wortschöpferischer Phantasie und anrührender emotionaler Intensität.«
»von anfang an muss auch die dunkelheit und nicht das licht allein im kaamos kosmos unserer seelen gespeichert sein und wir durchzogen von gier nach licht durchwirkt vom hang nach nacht«
Dorothea Grünzweig
Christoph Wenzel, 1979 in Hamm/Westf. geboren, studierte Germanistik und Anglistik an der RWTH Aachen und wurde dort promoviert. Er lebt und arbeitet als Autor, Herausgeber, Redakteur und Universitätsangestellter in Aachen. Seine Lyrik und Essays erschienen in zahlreichen Zeitschriften, Anthologien und bisher fünf Einzeltiteln; für seine Gedichte wurde er vielfach ausgezeichnet. »Ein Dichter, der mit feiner Ironie und großer sprachlicher Präzision die raue und oft übersehene Landschaft Westfalens in Poesie verwandelt.«
»hellwach ist die landschaft, noch bevor ein frühaufsteher, bettflüchter sie durchstreift. die vogeluhr tickt – wie verrückt, ahnt den sonnenaufgang«
Christoph Wenzel
Der Rainer-Malkowski-Preis ist, mit einem Preisgeld von 30.000 Euro, einer der höchstdotierten deutschen Literaturpreise. Das Stipendium ist mit 5.000 Euro dotiert. Der Preis verdankt sich der 2005 gegründeten Rainer Malkowski Stiftung zur Förderung deutschsprachiger Literatur und entspricht damit dem Wunsch des 2003 verstorbenen Lyrikers.
Musikprogramm
Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Aus: Sonate Nr. 4 c-Moll BWV 1017 für Violine und Klavier
I. Largo
Toivo Kuula (1883–1918)
Aus: Fünf Stücke op. 3a für Violine und Klavier
III. Kansanlaulu Nr. 1
IV. Kansanlaulu Nr. 2
Jean Sibelius (1865–1957)
Aus: Vier Stücke op. 78 für Violine und Klavier
II. Romance
Aus: Fünf Stücke op. 81 für Violine und Klavier
I. Mazurka
Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass unser Platzangebot begrenzt ist. Daher werden eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung am Haupteingang der Residenz, Max-Joseph-Platz 3, Platzkarten vergeben.