Pressemitteilung und Presseeinladung
Dialogue of Water Bodies / Dialog der Gewässer
Whanganui River, Mar Menor und Loisach sprechen über die Rechte der Natur
Lesung: Gert Heidenreich
Begrüßung: Andreas Kühne und Barbara Schellhammer
Einführung: Klaus Bosselmann und Tina Rametsteiner
Vorträge: Keria Ponga und Jade Mills (Whanganui River), Eduardo Salazar (Lagune Mar Menor)
Moderation: Claus Biegert und Stefanie Zoche
Musik: Evi Keglmaier (Bratsche), Sebi Tramontana (Posaune)
In deutscher und englischer Sprache (Kopfhörer für Simultanübersetzung sind begrenzt verfügbar)
Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit Loisachbündnis e. V.; Zentrum für Globale Fragen, Hochschule für Philosophie München; Rachel Carson Center, LMU München
Donnerstag, 17. September 2026, 19 Uhr
Bayerische Akademie der Schönen Künste
Max-Joseph-Platz 3, 80539 München
Eintritt frei
Lesung, Musik, Vorträge und Gespräch.
Thema: Vertreter des Whanganui River (Neuseeland), der Lagune Mar Menor (Spanien) und der Loisach sprechen über den rechtlichen Status von Ökosystemen und die Rechte der Natur.
Im Zentrum der Gespräche wird die Rückgewinnung einer verlorenen Beziehung zur Mitwelt stehen.
Information:
Der Whanganui River in Aotearoa/Neuseeland erhielt 2017 als erstes Gewässer der Welt den Status einer Rechtsperson. Māori, die entlang des Flusses wohnen und ihn als Ahnen begreifen, sagen: »Ko au te awa, ko te awa ko au – Ich bin der Fluss, der Fluss ist ich«. In Europa folgte 2022 die Salzwasserlagune Mar Menor in Spanien. Inzwischen gibt es weltweit etwa 700 Initiativen für die Rechte der Natur.
Die Vergabe von Rechten liegt in den Händen jeder Gesellschaft. Konzerne wurden per Gesetz zu juristischen Personen ernannt, um ihnen Klagerecht zu geben. Warum nicht die Natur?
Das Konzept der Eigenrechte der Natur ermöglicht einen Paradigmenwechsel im Umgang mit der Mitwelt, der in Zeiten von Klimakatastrophe, Biodiversitätsverlust und Extraktivismus unabdingbar ist. Was für uns heute revolutionär klingt, ist woanders schon lange selbstverständlich: In vielen indigenen Rechts- und Weltverständnissen werden Menschen, Tiere, Pflanzen, Gewässer und Landschaften als miteinander verbunden verstanden. Die Lakota im Inneren Nordamerikas sagen: Metake Oyasin – wir sind alle verwandt. Die schwimmenden, die fliegenden, die vierbeinigen, die wurzelnden – und wir zweibeinige Wesen.Vertreter und Vertreterinnen vom Whanganui und vom Mar Menor werden Einblicke in ihre Erfahrungen mit den Rechten der Natur geben.
Der Abend ist Höhepunkt einer rund einwöchigen, wandernden Konferenz im Loisachtal, veranstaltet von der lokalen Initiative Loisachbündnis.
Link zu der Veranstaltung: https://www.badsk.de
Wir würden uns über Ihren Besuch sehr freuen – und auch darüber, wenn Sie den Veranstaltungshinweis unter Ihren Lesern oder Ihren Besuchern verbreiten. Bitte melden Sie sich an, wenn wir Ihnen eine Pressekarte reservieren dürfen: Tel.: 089/29 00 77-110, E-Mail: hapke(at)badsk.de