In Verbindung mit dem Bialas-Förderpreis für junge Komponistinnen und Komponisten erhielt der Komponist, Pianist und Schriftsteller Johannes Obermeier (*1998) von der Bayerischen Akademie der Schönen Künste einen Kompositionsauftrag. Der Bialas-Förderpreis, finanziert durch die GEMA-Stiftung, wird zum letzten Mal vergeben. Günter Bialas (1907–1995), langjähriges Mitglied der Akademie, war von 1974 bis 1979 Direktor der Abteilung Musik.
Günter Bialas (1907–1995)
Vier gelbe Balladen für Sopran und Klavier nach Gedichten von Federico García Lorca (1954)
I. Auf dem Gipfel jenes Berges
II. Die Erde war gelb
III. Zwei Rinder rot
IV. Auf dem Himmel wandle ich
György Kurtág (*1926)
Aus Hét Dal – Sieben Lieder op. 22 für Sopran und Klavier nach Gedichten von Amy Károlyi und Issa Kobayashi (1981–82)
II. Egyensúly
VI. Ami Megmaradt
Acht Klavierstücke op. 3 (1960)
Auswahl
Játékok VI (1991–93) und Játékok IX (2003–06)
Auswahl
Johannes Obermeier (*1998)
Thema mit Variationen über A-S-C-H für Klavier solo (2020)
Lieder für Sopran und Klavier (2022)
Ich weiß (Gedicht von Else Lasker-Schüler)
Vorboten (Gedicht von Dagmar Nick)
Verliebte Frühe (Gedicht von Franz Werfel)
Die Glückliche (Gedicht von Friedrich Schlegel)
Kompositionsauftrag der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, Uraufführung
Vita für Sopran und Klavier (2026)
Gedicht von Dagmar Nick
Uraufführung
Johannes Obermeier (*1998) zählt zu den vielseitigsten Künstlern seiner Generation. Er wurde mehrfach mit nationalen und internationalen Preisen in den Fächern Klavier, Komposition und Saxophon ausgezeichnet und tritt erfolgreich im In- und Ausland auf. 2022 gewann er den 3. Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD im Fach Klavier. 2025 wurde er zum Professor für Klavier und Kammermusik an die Stella Vorarlberg Privathochschule für Musik in Feldkirch (Österreich) berufen. Seine Arbeit führt ihn mit namhaften Künstlerinnen und Künstlern zusammen, wie Kent Nagano, Janina Fialkowska, John Adams, Volker Banfield, Minas Borboudakis, Ian Bostridge, Peter Michael Hamel, Gerold Huber, Christian Lauba, Mark Andre u. a. Johannes Obermeier wirkt regelmäßig solistisch und als Kammermusiker bei zahlreichen Musikfestivals. Sein zweites Solo-Album Beyond Words mit Werken für Klavier von Felix Mendelssohn Bartholdy in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk und Genuin classics erscheint im Juni 2026. Solistisch trat er mit Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Münchener Kammerorchester auf. Johannes Obermeier studierte darüber hinaus Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München und schloss dieses mit Master of Science ab. 2025/2026 war er Stipendiat an der Cité Internationale des Arts in Paris.
Die Programmzusammenstellung des letzten Bialas-Förderpreis-Konzerts durch den Förderpreisträger Johannes Obermeier würdigt neben dem Namensgeber des Förderpreises, Günter Bialas (1907–1995), langjähriges Mitglied der Akademie – von 1974 bis 1979 Direktor der Abteilung Musik –, auch Dagmar Nick (*1926), Mitglied der Abteilung Literatur, sowie György Kurtág (*1926), Mitglied der Abteilung Musik.
Die Koloratursopranistin Johanna Schumertl ist international als Konzert- und Opernsängerin tätig. Als vielseitige Interpretin bewegt sie sich souverän durch ein Repertoire vom Frühbarock bis zur Gegenwart. Auf der Opernbühne war sie unter anderem als Blondchen (Die Entführung aus dem Serail von Wolfgang Amadeus Mozart), Marzelline (Fidelio von Ludwig van Beethoven), Adele (Die Fledermaus von Johann Strauß), Madame Herz (Der Schauspieldirektor von Wolfgang Amadeus Mozart), Évandre (Alceste von Christoph Willibald Gluck) sowie als Amore und Valletto (L’incoronazione di Poppea von Claudio Monteverdi) zu erleben. Neben ihrer solistischen Tätigkeit widmet sie sich intensiv der Chorarbeit als Dirigentin und Chorpädagogin. Johanna Schumertl studierte Gesang, Kirchenmusik und Gesangspädagogik an der Hochschule für Musik und Theater München sowie am Conservatoire de Strasbourg. Sie ist Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbands Bayreuth und wurde viele Jahre durch die Bischöfliche Studienförderung Cusanuswerk gefördert.
Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass unser Platzangebot begrenzt ist. Daher werden eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung am Haupteingang der Residenz, Max-Joseph-Platz 3, Platzkarten vergeben.